Bücher

Eine tolle Idee, gesehen bei Corrisande:

Gebunden oder Taschenbuch?

Da ich dazu neige, ständig (mehrere) Bücher mit mir herumzutragen – Taschenbuch. Bei manchen Büchern, besonders denen, die ich sehr gern habe, darf es aber gelegentlich auch die gebundene Ausgabe sein.

Amazon oder Buchhandel?

Das kommt darauf an, ob es sich um englische oder deutsche Bücher handelt. Erstere sind über Amazon meistens einfacher zu bekommen und letztere kaufe ich in letzter Zeit am liebsten in einer kleinen Buchhandlung/Antiquariat, die auf Belletristik, Philosophie und Klassiker spezialisiert ist. Gebrauchte/schwer zu bekommende Bücher müssen allerdings auch über Amazon her. Und manchmal kommt noch der eine oder andere Antiquariats-Glückstreffer dazu.

Lesezeichen oder Eselsohr?

Ich unterscheide da kleinlichst. Zum Markieren des Lesestandes gibt es Lesezeichen, Zettel, Postkarten, usw. „Eselsohren“ mache ich nur bei a) meinen eigenen Büchern, und auch da nicht bei allen (Reclamhefte und Penguin/Oxford-Edition können das verschmerzen) und b) zum Markieren (mir) wichtiger Stellen. Markierungen für die Uni – die oft nicht mit den mir wichtigen Stellen übereinstimmen – mache ich dafür in der Regel mit Postits, die aber nach dem Ende des Seminars/der Hausarbeit zum Großteil wieder entfernt werden. Sonst wären manche Bücher aber auch nicht mehr lesbar 😀

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?

Ganz ehrlich? Chronologisch. Ein bischen seltsam, ich weiß, aber da ich mich vor allem als Literaturhistorikerin verstehe, ist es sehr erhellend, endlich mal vor Augen geführt zu bekommen, was denn so alles zeitgleich oder nacheinander erschienen ist. Und nebenher lernt man auch noch die Publikationsdaten. Obwohl ich zugeben muss, dass es in meinem Regal nach 1950 fast nur noch Kinderbücher und Fantasy gibt 😀

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?

Ich glaube, ein Buch weggeworfen habe ich noch nie, und werde ich wohl auch nie tun. Verkaufen ist auch schwierig, da ich sehr an Büchern hänge, und das Wenige, das ich bisher aussortiert habe (Hohlbein, anyone?) schon ziemlicher Schund ist und sich deshalb nicht gut verkaufen lässt. Ein paar der Bücher habe ich aber bei Bookcrossing ausgesetzt, in der Hoffnung, dass sich jemand findet, dem das Buch gefällt.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?

WTF? Der Umschlag ist doch meistens genauso schön wie der Inhalt!

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?

Meistens ohne, da ich die Tendenz habe, die Umschläge beim Rumtragen des Buches zu zerreißen.

Kurzgeschichte oder Roman?

Roman. Ich habe da diese Skala (Lyrik – Prosa – Drama), und Roman steht immer ganz weit oben. Kurzgeschichten nur bei ganz wenigen Autoren, und meistens nicht freiwillig, genauso wie ich auch selten Lyrik lese.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?

Meistens versuche ich, das Kapitel noch zu Ende zu lesen, aber wenn ich einschlafe, ist es auch nicht schlimm.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?

In medias res, außer, das Buch stammt aus dem 19. Jahrhundert, da kann ich dann auch mit einem etwas ausschweifenderen Anfang leben.

Kaufen oder leihen?

Kaufen, wann immer mir das Buch so gut gefallen hat, dass ich es nochmal lesen möchte. Die einzige Ausnahme machen Krimis, die leihe ich immer aus der Bibliothek, weil ich mich auch beim zweiten Mal lesen an den Plot erinnern kann (das kann ich bei anderen Büchern auch, aber da ist das nicht so schlimm). Natürlich leihe ich auch Bücher von Freunden, aber wenn diese mir gefallen haben, lege ich sie mir früher oder später auch selbst zu.

Neu oder gebraucht?

Neue Bücher, gebrauchter Inhalt, oder so ähnlich. Es sei denn, es handelt sich um Schätze vom Flohmarkt oder aus dem Antiquariat (Mindestalter 50 Jahre ^.^).

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

Eigentlich nur Empfehlungen (ich habe da ein paar Freunde, deren Geschmack ich vertrauen kann), Stöbern und Klassiker. Ich bin froh, dass meine Familie und Freunde aufgehört haben, mir Bücher zu schenken (außer auf ausdrücklichen Wunsch), weil das meistens doch nur zu Fehlkäufen oder Doppelungen geführt hat. Reinlesen ins Buch funktioniert bei mir auch sehr gut, da mich manche Schreibstile einfach nur abschrecken, genauso wie bestimmte Formulierungen im Klappentext („Der neue Tolkien“). Meistens endet ein Besuch im Buchladen – wenn ich ohne genaue Vorstellung davon gehe, was ich haben möchte – aber in der Abteilung mit den Klassikern, weil ich irgendwann von zeitgenössischer Literatur frustriert bin.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?

Offenes Ende, aber kein Cliffhanger, falls es sowas gibt? Am liebsten mag ich Bücher, bei denen man am Ende das Gefühl hat, dass etwas Neues beginnt.

Morgens, mittags oder nachts lesen?

Eigentlich immer, dank meines in der Regel sehr vollen Tagesplanes aber vor allem im Bus, nachts und in langweiligen Seminaren.

Einzelband oder Serie?

Eigentlich Einzelbände, da Serien leider sehr oft die Angewohnheit haben, nach dem zweiten oder dritten Band erzwungen zu wirken. Gut sind auch lose zusammenhängende Einzelbände.

Lieblingsserie?

Harry Potter und Sherlock Holmes, die einzigen „Serien“, die ich je zu Ende gelesen habe.

Lieblingsbuch von dem noch nie jemand gehört hat?

The Eagle of the Ninth von Rosemary Sutcliff. Kannten außer den Leuten, denen ich begeistert davon erzählt habe, bisher nur zwei Menschen, die mir in den letzten fünfzehn Jahren begegnet sind. Dann kam der Kinofilm :-/

Meine übrigen Lieblingsbücher kennt fast jeder, aber fast niemand hat sie gelesen. Darüber hinaus musste ich feststellen, dass deutsche Literatur außerhalb Deutschlands generell eher unbekannt ist, vor allem die Epochen, die mich interessieren.

Lieblingsbuch das du letztes Jahr gelesen hast?

Schon gekannte: Harry Potter, Herr der Ringe, Otherland und Die unendliche Geschichte

Neue: Jakob von Gunten, The Selected Works of TS Spivett, The Last English King, Das Erlkönig-Manöver

Welches Buch liest du gegenwärtig?

Mehrere, wie immer. Walter Scott’s Waverley, Alexander McCall Smith – Love over Scotland (44 Scotland Street No 3), LotR III. Wechselweise kommen auch noch Theorie- und Primärtexte für meine diversen Hausarbeiten hinzu.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

Eagle of the Ninth, aber natürlich nicht als Einziges, nur möglicherweise das von meinen Lieblingsbüchern, das ich am längsten kenne. Und der Grund dafür, dass ich Geschichte studiere.

Lieblingsautoren?

Zu viele. Eine kleine Auswahl derer, die mir grade einfallen: Rosemary Sutcliff, JRR Tolkien, Tad Williams, ETA Hoffmann, Novalis, Joseph von Eichendorff, Friedrich Schiller, Heinrich von Kleist, Heinrich Heine, Walter Scott, Oscar Wilde, Robert Louis Stevenson, Jane Austen, Georg Büchner, …

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Dieses Semester wird fantastisch.

Davon bin ich jedenfalls vollauf überzeugt. Ich habe, nach einigem Hin und Her, tatsächlich alle Seminare bekommen, die ich belegen wollte, und die Scheinfreiheit nach diesem Semester ist tatsächlich in greifbare Nähe gerückt. Noch dazu sind meine Veranstaltungen einfach nur fantastisch:

{Quelle: Cod. Sang. 26, S. 13, Stiftsbibliothek St. Gallen / Codices Electronici Sangallenses}

Ich habe nicht nur ein Hauptseminar zum mittelalterlichen Kloster, komplett mit alten Handschriften und einer Exkursion nach St. Gallen, sondern auch ein weiteres über „verrückte“ römische Kaiser. Das PS, zu dem ich mein Tutorium halte, beschäftigt sich mit Essen und Trinken im Mittelalter (ihr seht schon, Latein satt dieses Semester), und natürlich haben wir dann auch noch unseren Altenglisch-Lektürekurs. Bei mir gibt es außerdem noch ein HS zu Johann Christoph Gottsched und zur Syntax, sowie Sprachpraxis (Written Communication II) und vermutlich drei Vorlesungen. Das Lesepensum ist – noch – überschaubar, die Themen unglaublich spannend, und jetzt hoffe ich einfach, dass es so bleibt.

Ein wenig störend ist, dass ich gerade, über die Osterfeiertage, mal wieder erkältet bin; vor allem, da ich schon ein bischen für die kommenden Wochen vorarbeiten wollte. Ich habe nämlich noch so einige Pläne (neben den noch fehlenden Hausarbeiten, die gerne geschrieben werden wollen):

  • Vom vorraussichtlich 28. 4. – 1. 5. sind A., L. und ich beim Tolkien-Seminar in Potsdam, diesmal zum Thema Tolkien und das Mittelalter. Nach meinem Beowulf and Fantasy-Seminar und meinen sonstigen Interessen genau mein Thema 😉 Außerdem wird A. einen Vortrag über das Thema ihrer BA-Arbeit (Wolfsmotive in der altnordischen Literatur und bei Tolkien) halten. Das Programm gibt es hier.
  • Anfang Juni stehen dann die Germans an, bei denen ich – hoffentlich – durchgehend anwesend sein werde, da wir das neue WM-Team für Südafrika 2012 zusammenstellen werden.
  • Ferner stehen noch diverse Fachschafts/Historikerfeste und der Abiball meines Bruders an; und dann im Sommer natürlich wieder eine Sommerakademie und vielleicht ein Urlaub in Schottland.
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Weil ich schon mitten dabei bin…

… gibt es hier die aktuelle Leseliste für das kommende Semester.

Seamus Heaney: Beowulf: A Bilingual Edition [213/213]
Michael Crichton: Eaters of the Dead [181/181]
John Gardner: Grendel [174/174]
Caitlin R. Kiernan: Beowulf [353/353]
J. R. R. Tolkien: The Lord of the Rings [725/1008]

Johann Christoph Gottsched: Versuch einer Critischen Dichtkunst [0/??]
Johann Christoph Gottsched: Sterbender Cato [84/84]
(Luise Adelgunde Gottsched: Die Pietisterey im Fischbein-Rocke [142/142])
Bodmer/Breitinger: Schriften zur Literatur [0/??]
Aristoteles: Poetik [5/99]

Gesamt:[1877/2254 + X]

Wobei ich zugeben muss, dass ich den LotR (wie ihr alle wisst ^^) nicht zum ersten Mal lese, und die Poetik von Aristoteles auch nicht (bisher allerdings nur in Auszügen). Und ich habe auch nicht erst gestern mit Lesen angefangen 😉

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Das hier ist kein Post über Semesterferien

Nein, wirklich nicht. Zwar hätte ich genug übliches Ferien-Blabla (ihr wisst schon, über Hausarbeiten und anderen Kram), aber ich will jetzt lieber ein bischen über meine sich ändernden Pläne schreiben.

Letztes Wochenende war ich nämlich endlich mal wieder beim Debating dabei und hatte ein sehr spaßiges, wenn auch anstrengendes Wochenende in Würzburg. Außerdem hat es sich – zugegebenermaßen samstagabends im Bierkeller Eulenspiegel 😀 – so ergeben, dass ich wohl das Weltmeisterschaftsteam für 2012 coachen werde, weil J., eine Freundin von mir und der bisherige Supercoach, im Ausland ist und sonst wohl niemand mitten im Januar Zeit und/oder Lust hat. Auch wenn ich weiß, dass das eine Menge Arbeit wird (vor allem mit letzten Seminaren im SoSe, Zula, usw.), freue ich mich schon total darauf, und zwar nicht nur, weil die Weltmeisterschaft in Südafrika stattfindet. 😀

Außerdem gibt es einen neuen Post auf The Lighthouse, ich habe mir nämlich endlich ein Konzept für das (englische) Blog überlegt. In den nächsten Tagen will ich dann noch ein bischen die Layouts, Linklisten, usw. der beiden Blogs überarbeiten.

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Manchmal findet man auch Nützliches beim Lernen

Gerade habe ich mich endlich aufgerafft (nachdem ich gestern auf dem sechzigsten Geburtstag meiner Tante und demnach sehr unproduktiv war), Fachdidaktik zu lernen. Momentan lese ich noch die ersten Kapitel eines Buches, das uns unser Dozent empfohlen hat, und unter dem Stichwort „Geschichtsbewusstsein“ habe ich Folgendes gefunden:

„Sie  [Geschichte] ist eben nicht die reale Vergangenheit selbst oder ihr Abbild, sondern ein Bewusstseinskonstrukt, das von einfachen Slogans bis zu elaborierten, mit wissenschaftlichen Methoden gestützten Rekonstruktionen reicht.“

Ihr glaubt gar nicht, wie viele Menschen man mit dieser Erkenntnis verblüffen kann. Übrigens auch die Grundlage für meine Idee, dass Schriftsteller und Historiker im Prinzip das Gleiche tun, nur eben mit unterschiedlichen Zielen und unterschiedlichen Fragen an die Quellen.

Ich versuche auch immernoch, die so verpatzte (nicht von mir!) Pädagogik-Klausur aus meinem Kopf zu bekommen (rants auf FB und hier – für alle, die bei LiveJournal angemeldet sind – auf LJ), und mich halbwegs für alles, was jetzt noch kommt, zu motivieren. Die letzte Klausur ist am 8. 2., danach habe ich hoffentlich wieder mehr Zeit (auch für die noch ausstehenden Hausarbeiten).

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