Woran merke ich, dass ich (schon wieder) krank bin?

Diesen Eintrag habe ich tatsächlich schon vor einer Ewigkeit – und auf Papier, weil ich im Bett lag – verfasst und eben beim Aufräumen wiedergefunden. Natürlich wollte ich euch meine Betrachtungen nicht vorenthalten, deshalb, hier ist er:

… daran dass ich es nicht länger als 30 Minuten in der Badewanne aushalte. Das war gestern Abend der Fall.

Mir scheint, diese Erkältung (schon die zweite innerhalb von drei Wochen – normalerweise werde ich sehr selten krank) hindert mich schon wieder daran, heute zum Fechten zu gehen.

Dafür hatte ich eine ziemlich gute Idee für meinen ersten Essay zu Victorian Literature (Language and Literature-Seminar, ~2000 Wörter) und zu der Frage ob diese wirklich keinen überzeugenden Plot, Figuren und Thema hat. Ich werde über Jekyll & Hyde schreiben, weil ich das Gefühl habe, dass ich darüber schon ziemlich viel weiß, und außerdem hat meine Penguin-Ausgabe (die schwarze) eine ziemlich gute Einleitung und viele Referenzen. Ich will argumentieren, dass J&H zwar vielleicht eher flache Charaktere hat, die überwiegend Typen sind und/oder eine bestimmte Funktion erfüllen (obwohl man das auch bezweifeln kann….) – sollte nicht zu schwer werden, dafür Sekundärliteratur zu finden -, dass dafür aber Plot und Thema entsprechend dicht ausgearbeitet sind. Im Falle des Plots ist das so, da dieser als mystery story (?) konzipiert wurde, die den Zweck verfolgt, das oder die Themen des Textes von mehreren Seiten zu beleuchten. Die Themen (wenn es denn mehrere sind) sind – und sollten – dann auch der wichtigste Aspekt sowohl der Story als auch des Essays sein. Ich würde sagen, J&H beschäftigt sich vor allem mit der Natur des Menschen („All a façade“, um das Musical zu zitieren), auf eine ähnliche Weise wie es Stevensons Zeitgenossen in Medizin, Kriminologie, Psychologie und der merkwürdige Halbwissenschaft Physiognomie auch tun. Dazu brauche ich allerdings noch Material…

Hmmm. Mir eine Struktur und These für einen Unitext (für eine HA ist es ja zu kurz…) zu überlegen war schon lange nicht mehr so einfach. Könnte aber daran liegen, dass ich mich mit J&H schon eher ausführlich beschäftigt habe. Das erinnert mich daran, dass Dorian da draußen noch immer auf mich wartet. Ich sollte wirklich die Bib hier dafür ausnützen…

Egal. In jedem Fall – Ich liebe meine Badewanne. Unlogischer Gedankensprung… Sie wäscht gewissermaßen Stress, Nervosität und alles andere Unangenehme einfach weg, und ich bekomme unglaublich viele neue Ideen, wenn ich bade. Natürlich nur wenn ich nicht grade wieder krank bin. Dann klappt das mit dem Ideen bekommen nämlich nur in sehr eingeschränktem Maße.

Jetzt noch ein paar zufällige Infos übers Kranksein in England:

  • Nein, ich war bisher nicht beim Arzt; und ich werde auch nicht hingehen, bevor ich mich nicht noch sehr viel schlechter fühle als grade.
  • Was ist der Sinn dahinter, seinen Vater anzurufen (ja, Arzt, schon vergessen? ^^), um nach der richtigen  Medizin zu fragen (wohl gemerkt nach dem Wirkstoff), wenn hier auf den Packungen immer nur der Name des Produktes steht? Also Aspirin, statt dass die da Acetylsalicysäure oder was-weiß-ich draufschreiben… Von der richtigen Dosis mal ganz abgesehen.
  • Warum gibt es Produkte, bei denen Aspirin, Ibuprofen und – wtf – Koffein zusammengemischt sind? Nicht dass ich davon nicht sowieso schon genug bekomme…
  • Warum verkaufen die hier überhaupt Medizin im Supermarkt? Wenigstens haben sie mich nach dem Alter gefragt… (normalerweise nervt mich das ja ^^)
  • Warum kann man aber keine anständigen Taschentücher kaufen, zumindest nicht zu einem normalen Preis? Normale Taschentuchpackungen sind unverschämt teuer, und alles andere sind Kleenex-Boxen…
  • Erkältungsbad oder was Vergleichbares gibt es auch nicht, also hab ich ein Entspannungsbad mit Rosmarin und Eukalyptus gekauft, in der Hoffnung, dass genug Wirkstoff drin ist, dass es mit dem Atmen hilft.
  • Ich habe ewig gebraucht, um Hustenbonbons zu finden, und die schmecken auch noch (leicht) nach Lakritze, was ich ja nicht mag. War aber ein sehr schwieriges Unterfangen. Angeblich gibt es ja Ricola in England (Werbung hab ich schon gesehen), aber der Supermarkt hatte keine.
  • Erkältungstee oder was ähnliches gibt es auch nicht, also musste Pfefferminz- und Eukalyptustee mit Honig herhalten. Problem: der Wasserkocher in der Küche spinnt.

Ich fühle mich sehr abenteuerlich mit dieser „Selbstmedekation“, zumal ich davon ja fast keine Ahnung habe. Na ja, meine Möglichkeiten, zu experimentieren sind ja eher begrenzt, also wird es schon nicht schaden. Schlimmstenfalls wird mir von zu viel Hustenbonbons und Tee schlecht😉

Jetzt: Bett

————————-

Wie man vielleicht merkt, hatte ich diesen Text ursprünglich auf englisch geschrieben, und grade fällt es mir unglaublich schwer, das in anständige deutsche Sätze zu übertragen. Die englische Version gibt es dann noch auf LJ.

Dieser Beitrag wurde unter Ausland, Uni abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s