Umzug

Eigentlich war das ja nicht so geplant, das muss ich schon zugeben.

Eigentlich wollte ich, bevor ich nach England gefahren bin, meinen Kram in Kisten packen und diese bei meinen Eltern lagern (Auspacken war zu viel Arbeit, und in meinem Zimmer nicht genug Platz).

Aber wie heißt es so schön: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“ Sorry, die korrekte Quellenangabe konnte ich so auf die Schnelle dann doch nicht auftreiben. ^^

Jedenfalls sind wir jetzt schon wieder umgezogen, und bei mir ist das seit Studienbeginn auch schon das vierte Mal, in drei Jahren. Und da ist der beinahe -Umzug namens England noch nicht einmal mitgerechnet. Im Gegensatz zu den ersten beiden Malen (größere Wohnung und Abriss derselben) waren die Gründe diesmal auch eher vielfältig und wenig angenehm – und hatten mehrheitlich mit unseren Vermietern zu tun.

Nachdem wir schon kurz nach Einzug (letztes Jahr im Juli) erstmals gefragt wurden, ob wir auch regelmäßig lüften – als ich ca drei Wochen alleine in der Wohnung war und mich dementsprechend kaum bemerkbar gemacht habe – kamen unsere Vermieter danach noch mehrmals mit den teilweise absurdesten Anliegen (besonders solche, die sie nichts angehen!). Zum Beispiel darüber, dass wir Gäste haben, die man auch abends um elf (danach fährt erst mal kein Bus mehr) verabschieden muss. Oder dass der Freund der Mitbewohnerin abends klingelt. Wenn der dann aber einen Schlüssel haben will, um eben dieses Klingeln zu vermeiden, werden wir gefragt, ob er heimlich eingezogen ist. Selbiges auch beim nächsten Freund ein halbes Jahr später (diesmal allerdings ohne Schlüssel). Und über Gespräche beim Abendessen kann man sich beschweren, gleichzeitig aber Samstag morgens in der Werkstatt direkt neben meinem Zimmer Fliesen sägen. Dazu muss man wissen, dass die Wohnung nicht nur extrem schlecht wärmeisoliert ist, sondern selbiges auch für Schall gilt. Ganz davon abgesehen, dass es sogar im Herbst in der Wohnung teilweise kälter ist als draußen, und im „Trockenkeller“ die Wäsche auch nach drei Tagen noch feucht ist. Fantastisches Wohngefühl also, neben der quasi-Überwachung der Vermieter und dem aberwitzigen Vorschlag, beim Auszug meiner Mitbewohnerin zum Auslandssemester das Zimmer zuschließen zu wollen (nachdem man uns beim Einzug versichert hat, dass Zwischenmieter wegen Auslandssemester kein Problem ist, so lange die Miete rechtzeitig ankommt und wir uns nicht zoffen). Die Miete wollten sie zwar reduzieren, die Nebenkosten aber für zwei Leute genau gleich abrechnen wie für drei. Und das wäre dann selbst für T.er Wohnverhältnisse etwas teuer geworden für meine Schwester und mich.

Also Kündigung bis Ende September, und glücklicherweise gleich eine neue Wohnung gefunden, die einem Studienfreund unseres Vaters gehört. Mit Küche, Bad mit Badewanne, Balkon und Teppich, und schön kuschlig warm. Und von den Mitbewohnern im Mehrfamilienhaus hört man auch nichts, da der Architekt – wie mein Vater sagte – ein „Isolierungsfanatiker“ war. ^^ Ja, das hätte ich gerne öfters so, zumal das Zusammenleben mit L. auch klappt und unsere Küche jetzt extrem gut ausgestattet ist. Besonders mit Tee. K. meinte, wir können fast die Boston Tea Party nachspielen, und so unrecht hat er gar nicht. Das Schiffsfeeling ist nämlich auch schon da, dank tonnenweise Postkarten, kitschigen englischen Teetassen und entsprechend seltsamen Bewohnern.

Die Umgebung ist auch regelrecht idyllisch (neues Wohngebiet eben), nur zum Supermarkt und der Bank braucht man den Bus oder das Fahrrad, und der Berg ist für so untrainierte Menschen wie mich auch nicht so nett. Besonders da ich grade noch kein Semesterticket habe und nicht jedes Mal den Bus zahlen will. Na ja, das gibt sich auch Ende des Monats. Bisher bin ich also voll zufrieden; in der anderen Wohnugn habe ich mich seit England sowieso nicht mehr zuhausegefühlt, und mein neues Zimmer wirkt auch größer, dank besserer Aufteilung. Quadratmetertechnisch komme ich sicher über 10 m² immernoch nicht hinaus, aber was solls.😉

Jetzt sollte nur noch das Internet funktionieren, momentan bin ich nämlich in der Bib. Gestern war ein netter Installateur da (nachdem wir als Umzugstermin schon den 5. 9. angegeben hatten, früher hatte aber keiner Zeit), aber der muss erst mal in anderthalb Wochen nochmal wiederkommen, da er noch „ein Kästle“ um den Anschluss im Keller machen muss und das in der richtigen Größe erst bestellt werden muss. Keine Ahnung, was er damit meinte, genauer hat er sich nicht ausgedrückt. Also Bib fürs Internet, und definitiv nur eine Notlösung. Komisch, dass mir das die ersten drei Semester (oder so, als ich kein Internet zu Hause hatte) nicht auf die Nerven ging. Na ja.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Wohnen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Umzug

  1. martini schreibt:

    oh boy, das mit den vermietern und doofen wohnung in t. kennen wir inzwischen glaub ich alle. du hast mein mitgefühl, umziehen nervt (;

    hoffe die neue wohnung hat bald internet und ihr schmeißt wirklich mal ne boston tea party, denn kostümpartys sind die niedlichsten partys😀

    lieben gruß!

    • Liathlann schreibt:

      Ja, genau das (= Fancy Dress Teaparty) ist auch der Plan, zumindest sollten wir ausreichend Platz im Wohnzimmer schaffen/genug Stühle auftreiben können. Praktischerweise hab ich nämlich eine Woche nach Semesterbeginn Geburstag, sogar am Wochenende. Kannst dir ja mal den 24. freihalten, stilechte Einladung folgt noch😉

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s